Dampfen mit Genuss

Dampfen – Was ist das?

Ein knappes Drittel der erwachsenen Deutschen rauchen – und wahrscheinlich alle von ihnen würden es aufgrund der unzähligen Schadstoffe, die man sich mit jeder Zigarette in den Körper zuführt, lieber heute als morgen lassen. Dampfen, also der Gebrauch einer elektronischen Zigarette, ist eine weniger schädliche Alternative: Hierbei wird kein Tabak verbrannt, sondern eine aromatisierte Flüssigkeit, Liquid genannt, vorsichtig erwärmt und dadurch zu Dampf umgewandelt.

Die elektronischen Zigaretten gibt es in verschiedenen Ausführungen, manche sehen genauso aus wie echte Zigaretten und haben sogar eine kleine LED-Leuchte an der Spitze, andere e-Zigaretten wiederum sehen aus wie schlanke Kugelschreiber oder Taschenlampen.

Das Prinzip ist eigentlich recht einfach: Eine e-Zigarette besteht traditionell aus zwei Teilen: einer Batterie und einem sogenannten Verdampfer. In diesem befindet sich eine Heizwendel, die im Liquid liegt. Drückt man nun das Knöpfchen an der Batterie, wird die Heizwendel erwärmt und das Liquid verdampft. Über ein Mundstück wird der daraus entstehende Dampf nun eingeatmet und man hat ein ähnliches Gefühl in der Lunge wie beim Zug an einer Tabakzigarette.

Einer der größten Vorteile beim Dampfen liegt darin, dass kein Verbrennungsprozess stattfindet. Bei Tabakzigaretten entstehen durch diese Verbrennung über 4000 Schadstoffe, unter anderem die höchst gefährlichen Stoffe Kohlenmonoxid und Teer, welcher sich in der Lunge absetzt.
Aufgrund der Ähnlichkeit des „Dampfgefühls“ zu Zigaretten fällt es mit den e-Zigaretten vielen Rauchen viel einfacher, von den Glimmstängeln abzulassen und auf das Dampfen umzusteigen.

Ist Dampfen eine Alternative zum Rauchen?

Ja! Und zwar eine sehr Sinnvolle noch dazu! In Tabakzigaretten finden sich insgesamt über 3800 chemische Verbindungen, 200 davon sind nachgewiesenermaßen giftig, und mindestens 40 stehen sogar im Verdacht, krebserregend zu sein. Natürlich ist kaum einer dieser Inhaltsstoffe auf dem Päckchen deklariert, sodass man nicht einmal weiß, was man sich da mit jeder Zigarette in den Körper packt. Der bekannteste Inhaltsstoff im Tabak ist wahrscheinlich das Nikotin. Es ist aber nicht das Nervengift, dass dafür verantwortlich ist das Zigaretten so abhängig machen, sondern die Zusatzstoffe im Tabak. Neueste Forschungen weisen darauf hin das es keine Nikotinabhängigkeit sondern eine Tabakabhängigkeit gibt. Reines Nikotin macht laut aktuellen Studien nicht süchtig. Daher muss die berechtigte Frage gestellt werden ob Dampfen überhaupt schädlich ist.

Und genau hier wird beim Dampfen angesetzt: das Liquid, mit welchem e-Zigaretten befüllt werden, gibt es nämlich in verschiedenen Nikotinstärken: von einem hohen Nikotingehalt, der oft von starken Rauchern zum Umstieg gewählt wird, über niedrige Stärken bis hin zu nikotinfreiem Liquid.

Auch der Preis stellt eine Alternative dar: Hat man erst einmal seine perfekte Dampfer e-Zigarette und ein passendes Liquid gefunden, kann man mit dem Dampfen eine Menge Geld sparen. Denn dank austauschbarer Kleinteile und günstigen Liquids kostet der Betrieb einer Dampfe um einiges weniger als die tägliche Schachtel Kippen. Das liegt natürlich aber auch zum Teil noch daran, dass Dampfgeräte und Liquids (noch) nicht besteuert werden.

Dampfen statt Rauchen kommt auch bei der Umgebung gut an: Erste Studien lassen darauf schließen, dass es kein Passivdampfen gibt, also niemand durch den Dampf geschädigt wird. Einer der Gründe, warum man auch dort Dampfen darf, wo Rauchen schon längst verboten ist.

Wo darf gedampft werden?

Rauchverbote, wie sie in Gaststätten, Kneipen und Restaurants gelten, dienen dem Nichtraucherschutz, die dadurch vor Passivrauch (und auch der Geruchsbelästigung) bewahrt werden sollen. Nun gibt es aber beim Dampfen keinen Passivrauch, und auch keine Geruchsbelästigung. Im Gegenteil, viele Liquids versprühen sogar einen sehr angenehmen Duft, der auch von Nichtrauchern als angenehm empfunden wird, gerade, wenn man süße oder fruchtige Liquids in der e-Zigarette hat.

Im Nichtraucherschutzgesetz werden e-Zigaretten nicht explizit erwähnt, was den Gebrauch selbiger an öffentlichen Orten in den letzten Jahren zu einer Grauzone werden ließ. Jetzt entschied im November 2014 das Oberverwaltungsgericht in Münster, dass der Dampf aus e-Zigaretten nicht mit dem Rauch von Tabakzigaretten gleichzusetzen sei, da es in diesem Fall zu keinem Verbrennungsprozess komme. Damit wird das Dampfen in Kneipen und Restaurants – zumindest in NRW offiziell – legal. Und die Gastwirte freut dieses Urteil, denn schließlich haben jene seit dem Inkrafttreten des Nichtraucherschutzgesetzes mit massiven Umsatzeinbußen zu kämpfen. Sie erhoffen sich eine Rückkehr der Klientel, wenn sie eine Alternative zu den Zigaretten finden, die sie in Gesellschaft, und nicht bei Wind und Wetter draußen vor der Türe genießen können.

Was ist der Unterschied zwischen Dampfen und Rauchen?

Zunächst einmal wäre da natürlich der offensichtlichste Unterschied: Bei herkömmlichen Zigaretten kommt es zu einer Verbrennung von Tabak. Beim Dampfen hingegen wird eine Flüssigkeit, das Liquid, durch einen Verdampfer erhitzt und zu Dampf umgewandelt.

Doch davon abgesehen gibt es weitere gravierende Unterschiede zwischen Zigaretten und Dampfgeräten. Zum einen wäre da die geschmackliche Bandbreite, die man bei e-Zigaretten zur Verfügung hat: Es gibt mittlerweile unzählige Geschmacksrichtungen von Liquids, angefangen bei verschiedensten Tabaksorten, über Fruchtgeschmack, Süßigkeiten, Getränken bis hin zu ausgefallenen Geschmacksrichtungen wie Pizza oder Currywurst.
Ein weiterer Unterschied ist ein tagtäglich sicht- und riechbarer: Während der abgestandene Rauch sich für immer in der Wohnung absetzt und durch die Verbrennungsrückstände hässliche Schlieren auf Möbeln, Fenstern und Gardinen hinterlässt, riecht der Dampf der e-Zigaretten angenehm und Rückstände setzen sich nirgends ab. Gerade Nichtraucher werden den Unterschied zwischen Rauch und Dampf sofort riechen und angenehm überrascht sein.

Auch bei der Nikotinstärke und der Zusammensetzung des Liquids hat man Auswahlmöglichkeiten, die man bei Zigaretten so nicht findet. Natürlich gibt es auch bei Tabakzigaretten „harte“ und „leichte“ Zigaretten, aber das war es dann auch schon. In jedem Dampfer Shop kann man zwischen zahlreichen Nikotinstärken wählen, von sehr stark bis hin zum nikotinfreien Liquid, welches nur für den Genuss gedampft wird.

Und last, but not least wäre da natürlich auch noch der preisliche Unterschied. Hat man sein perfektes „Setting“, also die Kombination aus e-Zigarette und Liquid gefunden, kann das Dampfen um einiges preisgünstiger sein, als Rauchen. Während ein Raucher, der pro Tag ein Päckchen Zigaretten raucht, in der Woche ca. 35,- Euro ausgibt, kann es ein Dampfer schon für knapp zehn Euro den Betrieb seiner e-Zigarette am Laufen halten.

Was ist eigentlich eine Dampfe?

Dampfe ist zunächst einmal der umgangssprachliche Ausdruck für eine e-Zigarette. Und davon gibt es zwei grundsätzliche Formen: zum einen die Einweg-Dampfe, die meistens einer herkömmlichen Tabakzigarette zum Verwechseln ähnlich sieht. Sie hält ungefähr solange wie eine Schachtel Zigaretten und wird nachdem sie „leergedampft“ ist, einfach entsorgt. Einweg-Zigaretten sind vergleichsweise recht hochpreisig und meist auch geschmacklich nicht so ausgereift wie andere, wiederaufladbare Modelle.
E Zigaretten zum Aufladen bestehen aus drei wesentlichen Komponenten: einer Batterie mit Feuerknopf und einem Verdampfer, in dessen Inneren sich das Herzstück, der Verdampferkopf, befindet.
Der Verdampfer selbst besteht aus einem Tank, in welchen das Liquid eingefüllt wird, dem Verdampferkopf, der im Inneren liegt und von dem Liquid „umspült“ wird und einem Mundstück, das in vielen Versionen austauschbar ist. Der Verdampferkopf beinhaltet eine Heizwendel, die bei Druck auf den Feuerknopf an der Batterie erhitzt wird. Das Liquid wird dadurch erwärmt und in Dampf umgewandelt, der über leichten Zug am Mundstück eingeatmet wird.
Bei den meisten Verdampfern kann man den Verdampferkopf heutzutage problemlos austauschen, was den Gebrauch für e Dampfer noch wirtschaftlicher werden lässt.
Die Batterie wird entweder über ein spezielles Ladegerät oder aber, bei neueren Modellen, einfach durch USB-Kabel wieder aufgeladen. Sie halten meist mehrere Monate, wenn nicht sogar Jahre.

Für die „Profis“ im Club der Dampfer gibt es dann noch die sogenannten „Selbstwickler“, bei denen man den Verdampferkopf immer wieder selbst bestücken und nach den eigenen Vorlieben anpassen kann.

Vor- und Nachteile beim Dampfen

Beim Dampfen statt Rauchen überwiegen definitiv die Vorteile:

    • Weniger schädlich als herkömmliche Tabakzigaretten: Es findet kein Verbrennungsprozess statt, bei dem extrem schädliche Schadstoffe wie Kohlenmonoxid entstehen können, statt
    • Kein Passivdampf, daher fast überall einsetzbar, auch in Restaurants, Bars und Cafés (nicht einsetzbar zum Beispiel dort, wo feste Rauchmelder verbaut sind)
    • Unzählige Auswahlmöglichkeiten von Aromen und Geschmacksrichtungen
    • Verschiedene Nikotinstärken für verschiedene Bedürfnisse, bis hin zu nikotinfreiem Liquid
    • Auf Dauer günstiger als das Rauchen
    • Keine Geruchsbelästigung, keine nach Rauch riechende Wohnung oder Bekleidung, keine Nikotinablagerungen auf Fenstern und Möbeln
    • Große Auswahlmöglichkeiten an verschiedensten Modellen und Designs
    • Transparente Inhaltsstoffe in Liquids: Auf jedem Liquidfläschchen ist ausgezeichnet, was sich in der Flasche befindet, meistens sind dies die Stoffe Propylenglykol und pflanzliches Glyzerin (beides auch in diversen Lebensmitteln und Kosmetika zu finden), destilliertes Wasser, Nikotin sowie Aroma. Mehr nicht!

Die Liste der Nachteile wiederum ist nicht halb so lang:

      • Erfordert eine einmalige größere Investition für ein Starterset und Liquids
      • Man sollte sich vor dem Erwerb in einem Dampfer Forum über die Modelle informieren, um von Anfang an Fehlkäufe zu vermeiden
      • Bei der riesigen Auswahl an Modellen an e-Zigaretten und Geschmacksrichtungen bei Liquids kann es passieren, dass man beim „Ausprobieren“ mehr Geld ausgibt, als man eigentlich geplant hat
        Was ist in Liquids drin?

Während sich in Tabakzigaretten Hunderte Inhaltsstoffe finden, von denen man nicht einmal ahnte, dass es sie gibt, ist die Liste der Inhaltsstoffe im Liquid recht übersichtlich. Prinzipiell besteht die Flüssigkeit aus nur wenigen Komponenten:

      • Propylenglykol: Diese klare und geruchlose Flüssigkeit ist ein für Lebensmittel zugelassener Zusatzstoff, der zum Beispiel heute schon bei Kaugummi und Co. zum Einsatz kommt. Das „PG“, wie es oft auch kurz genannt wird, sorgt nicht nur für den Dampf der e-Zigarette, es ist auch ein wichtiger Träger für die Aromastoffe.
      • Pflanzliches Glyzerin ist ein dreiwertiger Alkohol und wird ebenfalls in der Lebensmittelbranche eingesetzt. Dort sorgt er als Feuchtmittel zum Beispiel dafür, dass Datteln nicht austrocknen. Glyzerin (unter Dampfern auch oft mit VG abgekürzt) kommt in Liquids zum Einsatz, um dem Dampf etwas mehr „Masse“ und Dichte zu verleihen.
      • Nikotin: Diese durchsichtige, leicht ölige Flüssigkeit ist meist schon in der „Basis“ des Liquids enthalten und wird später nur noch mit Aroma versetzt
      • Aromastoffe: In Liquids werden die gleichen Aromen eingesetzt, die auch in der Lebensmittelindustrie zum Einsatz kommen. Einige Aromen eignen sich aufgrund ihrer öligen Zusammensetzung allerdings nicht besonders gut, weshalb auf sie verzichtet wird
      • Destilliertes Wasser: wird ein Liquid zu zähflüssig, kann es dazu führen, dass der Nachfluss im Verdampfer nicht mehr stimmt und es zu einem kokeligen Geschmack kommen kann. Durch die Beigabe von etwas destilliertem Wasser kann dem entgegengewirkt werden und die Mischung etwas verflüssigt werden. Dadurch wird der Liquidnachfluss kontinuierlich gewährleistet und der Dampfgenuss wird nochmals gesteigert.

Fängt man neu mit dem Dampfen an, sollte man wissen, dass die Inhaltsstoffe in Liquids eine austrocknende Wirkung auf den Körper haben können. Ein trockener Mund und Rachen sind die Folge. Deshalb ist es besonders wichtig, gerade zu Beginn des Dampfens auf eine ausreichende Versorgung mit Flüssigkeit (Wasser, Tee, etc.) zu sorgen. Generell heißt es: Man sollte 1,5 Liter mehr trinken, als man normalerweise zu sich nehmen würde, bis sich der Körper an das Liquid gewöhnt hat.

Wie verbreitet sind e-Zigaretten?

Erfunden wurde die e-Zigarette erst 2006 in China und es sollte noch knappe zwei Jahre dauern, bis die ersten Dampfen ihren Weg nach Deutschland fanden. Doch seitdem hat sich nicht nur der Markt um ein Vielfaches vergrößert, auch das Angebot an e-Zigaretten ist förmlich explodiert.

Schätzungen zufolge gibt es momentan zwischen 2 – 3 Millionen Dampfer in Deutschland und die zehnfache Menge in Europa. Die ersten Jahre war der Anblick der manchmal doch seltsam anmutenden Dampfgeräte ungewöhnlich und viele Dampfer verzichteten darauf, sie in der Öffentlichkeit zu nutzen. Heute sieht man viel häufiger Dampfer auch in der „freien Wildbahn“ und oft ergeben sich daraus sehr interessante Gespräche unter vollkommen Fremden – die e-Zigarette lädt einfach zum Fachsimpeln ein.

Für Anfänger und Interessierte gibt es zahlreiche „Dampfertreffs“, die meist über ein Dampf Forum in Internet organisiert werden. Bei diesen Meetings kann man neue Geräte bestaunen oder sich von den alten Hasen bei kleinen Problemchen helfen lassen.

Die zunehmende Verbreitung lässt sich auch durch die steigenden Umsatzzahlen leicht erkennen: Wurden in Deutschland im Jahr 2010 noch knapp 5 Millionen Euro mit Dampfgeräten, Liquids und Akkus gemacht, so wird die Zahl für 2014 mit 150 – 200 Millionen Euro beziffert – und ein Ende des Verkaufsbooms scheint noch lange nicht in Sicht. Im Gegenteil, die Zahl der Shops nimmt ebenfalls stetig zu. Nach Schätzungen des Verbands des eZigarettenhandels e. V. gibt es ungefähr 300 Anbieter in Deutschland und knapp 2.500 europaweit.

Wie sind die Erfahrungen anderer Dampfer?

Sieht man sich in den Dampf Foren oder den sozialen Medien um, kann man unzählige Erfahrungsberichte von anderen Dampfern lesen. Und die Meinungen sind erstaunlich einhellig: User, die es mit den Einweg-Modellen ausprobiert haben, waren weder besonders begeistert, noch besonders überzeugt. Aber wer es mit einem wiederaufladbaren Modell ausprobierte, war schon nach wenigen Zügen sehr angetan.

Noch vor einigen Jahren waren die Geräte allerdings so anfällig, dass viele Neu-Dampfer entnervt wieder aufgaben. Doch auch das hat sich geändert. Heute sind die e-Zigaretten meist so ausgereift, dass selbst absolute Neueinsteiger sich sofort in die Technik einfinden und die Geräte von Anfang an gute Ergebnisse liefern.

Auch gesundheitliche Verbesserungen werden von zahlreichen Dampfern berichtet. Eine verbesserte Kondition ist dabei nur der Anfang. Plötzlich berichten e Dampfer von ganz neuen Geschmacks- und Geruchserlebnissen, die sie als Raucher schon lange nicht mehr hatten.
Aber es gibt eine Personengruppe, die, glaubt man den Berichten, besonders von den e-Zigaretten profitieren: COPD-Patienten, die sonst rauchen. Bei diesen zeigte sich – teilweise sogar unter ärztlicher Aufsicht – eine deutliche Verbesserung der Lungenwerte nach dem Umstieg von Tabakzigaretten auf Dampfgeräte.

Insgesamt sind die Stimmen und Erfahrungen anderer Dampfer meist positiv und es gibt zahlreiche Plattformen, wo sich Gleichgesinnte austauschen. Ganz gleich ob in Foren oder auf Facebook und Twitter, e-Zigaretten sind der Hans Dampf auf allen Kanälen und in allen Internet Gassen.

Kann man durch das Dampfen Geld sparen?

Jein. Prinzipiell ist es durchaus möglich, mit dem Wechsel aufs Dampfen Geld zu sparen. Allerdings muss man zu Beginn der Dampferkarriere in Kauf nehmen, eine Investition zu tätigen: Wer neu mit dem Dampfen startet, ist mit einem Starter-Set wohl am besten beraten. In diesen ist meist alles enthalten, was man zum Dampfen braucht: eine oder sogar zwei wiederaufladbare e-Zigaretten, ein Ladegerät, Ersatz-Verdampferköpfe und eine Bedienungsanleitung. Was dann noch fehlt natürlich sind die Liquids.

Hat man sich erst einmal eingedeckt, und des geht danach nur noch um den „Betrieb“ der Dampfgeräte, hilft ein kleines Rechenbeispiel, um sich die Ersparnisse vor Augen zu führen. Dabei gehen wir von einem durchschnittlichen Raucher, der ein Päckchen am Tag raucht und einem durchschnittlichen Dampfer, der 4 ml Liquid pro Tag verbraucht.

Eine Schachtel Zigaretten kostet ungefähr genauso viel wie ein Fläschchen Liquid: ca. 5 Euro. Mit einem Fläschchen kommt man also 2,5 Tage aus. Man bräuchte demnach 12 Fläschchen pro Monat.
Rechnet man das auf den Monat hoch, kommt folgende Rechnung dabei raus:

30 x 5 Euro = 150,- Euro
12 x 5 Euro = 60,- Euro

Selbst wenn man jetzt noch Extrateile, wie zum Beispiel Ersatz-Verdampferköpfe im Wert von zehn Euro im Monat dazu kaufen würde, läge man immer noch unter der Hälfte des Zigarettenpreises.
Aber natürlich hat diese Rechnung ein kleines Manko: Der Verbrauch und die effektiven Kosten hängen natürlich immer von den eigenen Bedürfnissen ab und können dementsprechend stark variieren.

Was sind Einweg e-Zigaretten?

Nun gut, der offensichtlichste Unterschied zwischen Einweg Dampfen und wiederaufladbaren e-Zigaretten ist klar: Die einen wirft man weg, die anderen lädt man auf. Aber da hören die Unterschiede noch lange nicht auf!

Auf den ersten Blick fällt auf, dass die meisten Einweg e-Zigaretten sehr klein und kompakt sind. Die überschreiten meist nicht die Größe einer herkömmlichen Zigarette und ist auch sonst vom Design her stark an die Tabakglimmstängel angelehnt. Viele von ihnen verfügen sogar über eine kleine, rote LED-Leuchte, die aufleuchtet, sobald man an ihr zieht. Gerade ehemalige Raucher, die zum Dampfen wechseln möchten, fällt es durch die ähnliche Optik und Haptik einfacher, den Schritt zu wagen und es auszuprobieren.

Die Einweg Dampfen gibt es mittlerweile an vielen Tankstellen oder Kiosken zu erwerben, sie kostet meist zwischen 5,- und 7,- Euro und soll ungefähr so lange halten wie eine Schachtel Zigaretten. Allerdings gibt es sie oft nur mit einem sehr hohen Nikotingehalt und zudem auch meist nur in den Geschmacksrichtungen Tabak und Menthol. Sie sind dafür bekannt, dass sie über einen sehr starken Throat-Hit (das Gefühl in der Lunge, wenn sie sich mit dem Dampf füllt) verfügen und geschmacklich nicht besonders ausgefeilt sind.
Einweg e-Zigaretten verfügen zudem über einen Automatik-Akku. Das bedeutet, dass es hier keinen Feuerknopf gibt, mit dem man die Dampfe betätigen muss, sondern es einfach reicht, an dem Gerät zu ziehen. Auch um andere Dinge wie das Aufladen der Batterie oder Auffüllen von Tanks muss man sich bei den Einweg Dampfen nicht kümmern.

Was braucht man, um mit dem Dampfen zu beginnen?

Wer es sich richtig einfach machen möchte, greift auf ein Starter-Set zurück – und die gibt es so ungefähr von jedem Modell und jeder Marke. Waren es früher die Ego-Modelle von der Firma Joyetech, sind momentan zum Beispiel die EVODs ein beliebtes Einsteigermodell als Dampfer e Zigarette.
Ein solches Einsteigerset beinhaltet erst einmal alles, was man zum Starten braucht: eine e-Zigarette bestehend aus einer Batterie und einem Verdampfer, Ersatzverdampferköpfe, ein Ladegerät (meist sowohl mit USB-Anschluss als auch Wandadapter für die Steckdose) und eine – mehr oder weniger ausführliche – Bedienungsanleitung. Früher steckten in fast jedem Starterset gleich zwei e-Zigaretten, damit man eine nutzen konnte, während die Andere geladen wurde. Heute verfügen viele Akkus über eine sogenannte „Passthrough“-Funktion, dass bedeutet, man kann die dampfe auch während des Ladens benutzen. Startersets gibt es, je nach Umfang und Ausführung, ab knapp 25,- Euro – nach oben hin sind die Preise recht offen.
Hat man sich für ein Einsteigerpaket entschieden, fehlt natürlich noch die „Füllung“ für den Tank, also das Liquid.
Hier stellen sich zu Anfang zwei Fragen: welche Nikotinstärke benötigt man und welche Geschmacksrichtung sollte man wählen?
Die Wahl der Nikotinstärke orientiert sich an den früheren Gewohnheiten beim Rauchen. Ein starker Raucher, der am Tag ein Päckchen Zigaretten vernichtet hat, wird mit einem niedrigen Liquid nicht glücklich werden. In einem solchen Fall sollte man ein höheres Liquid mit z. B. 18 mg Nikotin wählen. „Normal“ starke Raucher können auf 12 mg zurückgreifen und wer nur ab und zu eine Zigarette, zum Beispiel nach dem Essen, geraucht hat, für den reichen wahrscheinlich auch 6 – 9 mg Nikotin. Wer auf Nummer sicher gehen will, bestellt sich Liquids in der gleichen Geschmacksrichtungen einmal ohne Nikotin und einmal mit einem hohen Nikotinwert und tastet sich durch vorsichtiges Zusammenmischen an die ideale Nikotinstärke heran.

Bei der Wahl der Aromen muss man sich ganz auf sein eigenes Bauchgefühl verlassen und sehen, was kann man besser dampfen. Manche Dampfer schaffen den Umstieg vom Rauchen einfacher, wenn sie Tabakgeschmacksrichtungen nutzen, andere wiederum genießen die Freiheit, vollkommen neue Geschmacksrichtungen auszuprobieren.

HINWEIS

Die elektronischen Zigaretten werden nicht als Raucherentwöhnungsgeräte angeboten und sind keine medizinischen Produkte. Wenn Sie E-Zigaretten und E-Liquid kaufen, müssen Sie das gesetzliche Alter von 18 oder älter haben. Die elektronischen Zigaretten sind nicht geeignet für Personen unter 18 Jahren, Nichtraucher, Schwangere, Personen, die an Herz-oder Lungen-Erkrankungen leiden, oder Personen die an allergischen Reaktionen auf PG E-Liquid leiden. Bewahren Sie die Geräte und Liquids unzugänglich für Kinder auf. Wenn Sie sich den Nikotin-Konsum abgewöhnen wollen, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.